Spielbarkeit
Worauf wir besonders stolz sind, ist die Spielbarkeit. Griffbrett, Steg, Saitenlage, die Wölbung des Griffbretts, Obersattel und Hals stimmen wir in sorgfältiger Handarbeit als ein zusammenhängendes System aufeinander ab, damit sich das Instrument leicht, präzise und ermüdungsfrei spielen lässt. Diese Einrichtung ist für uns kein Nebenschritt, sondern Kern unserer Arbeit.
Setup dieses Exemplars
Die Einrichtung dieses Exemplars im Überblick:
- Saitenlage: auf ihr Optimum eingerichtet, abgestimmt auf ein normales Wohnraumklima (um die 50 % Luftfeuchte bei rund 20 °C).
- Bezug: Thomastik Dominant 135 (G 133, D 132, A 131, E 129SN).
- Steg: Götz, deutsche Form. Saitenhalter und Wirbel: Ebenholz mit Pariser Auge (kleine runde Einlage). Feinstimmer: Meister-Feinstimmer mit Goldschraube. Kinnhalter: Götz, Modell Stradivari, mit vergoldeten Schrauben.
- Bauvariante SIGNATURE: dünneres, sanfter gerundetes Griffbrett; die Saitenabstände bleiben wie bei der HERITAGE.
Technische Daten
- Instrument: Violine
- Linie: METROPOL
- Qualitätsstufe: 115 MET
- Bauvariante: SIGNATURE
- Größe: 4/4
- Seriennummer: H4
- Decke: Fichte
- Boden und Hals: Ahorn
Modell in Kürze
Die Metropol ist die klassische Linie unseres Hauses: eine deutsche Geige, wie wir sie seit Jahrzehnten bauen, von Hand mit Spirituslack lackiert und nach unserer Erfahrung ausgewogen und mittellaut. Handgefertigt in Markneukirchen, seit 1884 und in vierter Generation, spielfertig eingerichtet und aus Holz mit nachgewiesener Herkunft, steht sie für den Anspruch unserer Werkstatt. Die 115 MET ist die Stufe für den Aufstieg von der ersten Geige: Je höher die Stufe, desto mehr Zeit steckt in Holzauswahl und Ausarbeitung, und nach unserer Erfahrung desto runder und differenzierter der Klang. Was die Bezeichnungen 115, MET und S bedeuten und wie unsere Qualitätsstufen aufgebaut sind, lesen Sie ausführlich im Hauptartikel dieses Modells.
Pflege und erste Wochen
Was passiert in den ersten Wochen?
Die Saiten dehnen sich, und beim Stimmen wandert der Steg leicht Richtung Griffbrett. Ein kurzer Blick pro Woche genügt: Steht der Steg gerade? Nach einigen Wochen hat sich alles gesetzt; eine kurze Nachjustage gehört zum Einspielen dazu.
Welche Luftfeuchte mag die Geige?
40 bis 50 Prozent bei rund 20 °C halten Holz und Leimfugen in Form und die Wirbel griffig; bis 60 Prozent ist unproblematisch.
Wie pflege ich den Lack?
Nach dem Spielen den Kolophoniumstaub ohne Druck mit dem Mikrofasertuch abnehmen, das genügt. Politur, Tinktur und Alkohol bleiben vom Lack fern. Das Etui nach Kälte oder Hitze erst nach 15 bis 30 Minuten öffnen.
In diesen Texten stecken Jahrzehnte an Erfahrung und viel Herzblut. Sie sind urheberrechtlich geschützt, C.A. Götz jr. GmbH. Bitte fragen Sie uns vor jeder Verwendung. Danke für Ihre Wertschätzung.