Spielbarkeit
Worauf wir besonders stolz sind, ist die Spielbarkeit. Griffbrett, Steg, Saitenlage, die Wölbung des Griffbretts, Obersattel und Hals stimmen wir in sorgfältiger Handarbeit als ein zusammenhängendes System aufeinander ab, damit sich das Instrument leicht, präzise und ermüdungsfrei spielen lässt. Diese Einrichtung ist für uns kein Nebenschritt, sondern Kern unserer Arbeit.
Setup dieses Exemplars
- Saitenlage: auf ihr Optimum eingerichtet, abgestimmt auf ein normales Wohnraumklima (um die 50 % Luftfeuchte bei rund 20 °C).
- Bezug: Thomastik Dominant 135 (G 133, D 132, A 131, E 129SN).
- Steg: Götz, deutsche Form. Kinnhalter: Götz Stradivari, mit vergoldeten Schrauben.
- Saitenhalter und Wirbel: Ebenholz mit Pariser Auge (einer runden Ziereinlage). Feinstimmer: Meister-Feinstimmer mit Goldschraube.
Technische Daten
- Instrument: Violine
- Linie: METROPOL
- Qualitätsstufe: 112 MET
- Bauvariante: HERITAGE
- Größe: 4/4
- Seriennummer: F83
- Decke: Fichte
- Boden und Hals: Ahorn
Modell in Kürze
Die Metropol ist die klassische Linie unseres Hauses: eine deutsche Geige, so gebaut, wie wir es seit Jahrzehnten tun. Unser Familienbetrieb bei Markneukirchen besteht seit 1884 und wird in vierter Generation geführt; jede Metropol richten wir spielfertig ein, und ihr Holz hat einen zertifizierten Ursprung. Die 112 MET unterscheidet sich von der 110 MET durch mehr Zeit an der Graduierung (der Verteilung der Holzstärken) von Decke und Boden und klingt dadurch nach unserer Erfahrung geringfügig feiner als die 110 MET. Die 112 MET ist ein passender nächster Schritt nach der ersten eigenen Geige und eine schöne Brücke für alle, die nach Jahren zum Instrument zurückkehren. Was die Bezeichnungen 112 und MET bedeuten und wie unsere Qualitätsstufen aufgebaut sind, lesen Sie ausführlich im Hauptartikel dieses Modells.
Pflege und erste Wochen
Was passiert in den ersten Wochen?
Die Saiten dehnen sich, und beim Stimmen wandert der Steg leicht Richtung Griffbrett. Ein kurzer Blick pro Woche genügt: Steht der Steg gerade? Nach einigen Wochen hat sich alles gesetzt; eine kurze Nachjustage gehört zum Einspielen dazu.
Welche Luftfeuchte mag die Geige?
40 bis 50 Prozent bei rund 20 °C halten Holz und Leimfugen in Form und die Wirbel griffig; bis 60 Prozent ist unproblematisch.
Wie pflege ich den Lack?
Nach dem Spielen den Kolophoniumstaub ohne Druck mit dem Mikrofasertuch abnehmen, das genügt. Politur, Tinktur und Alkohol bleiben vom Lack fern. Das Etui nach Kälte oder Hitze erst nach 15 bis 30 Minuten öffnen.
In diesen Texten stecken Jahrzehnte an Erfahrung und viel Herzblut. Sie sind urheberrechtlich geschützt, C.A. Götz jr. GmbH. Bitte fragen Sie uns vor jeder Verwendung. Danke für Ihre Wertschätzung.