AGAPE Violine
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AGAPE Violine #107 AP-S Einzelstück D84, CG-107AP-S-4_4-D84

CG-107AP-S-4_4-D84

Götz Geigengalerie // Einzelstück D84
Sie kaufen genau die abgebildete Geige. Alle Fotos zeigen dieses Instrument mit der Seriennummer D84, gefertigt in der Bauvariante SIGNATURE. Nur dieses eine Exemplar ist verfügbar. Ist es verkauft, ist es weg.

Zum Hauptartikel dieses Modells

Violine der Linie AGAPE von Conrad Götz, Qualitätsstufe 107 AP, in der Bauvariante SIGNATURE, Größe 4/4. AGAPE ist die Linie des Hauses mit Palisander-Ausstattung.

  • Rotbraun schattierter Lack in dünnen Handschichten, Hochglanz
  • Boden und Hals aus Ahorn bosnischen Ursprungs, Decke aus Fichte des europäischen Hochlands, mit zertifiziertem Holzursprung.
  • Im Lieferumfang: Saiten, Steg, Saitenhalter, Wirbel, Feinstimmer, Götz-Kinnhalter, Hängeetikett, Ursprungszertifikat und Mikrofasersack.

Technische Daten

Instrument Violine
Linie AGAPE
Qualitätsstufe 107 AP
Bauvariante SIGNATURE
Größe 4/4
Seriennummer D84
Decke Fichte
Boden und Hals Ahorn
Garantie 6 Monate
Firmensitz Wernitzgrün bei Markneukirchen

Holz dieses Exemplars

  • Der Ahornboden zeigt eine kräftige, mittelbreite Flammung, die gleichmäßig über die ganze Fläche läuft.
  • Schnecke und Wirbelkasten sind deutlich geflammt.
  • Die Fichtendecke hat gleichmäßige, mittelfeine Jahresringe.
  • Die Fotos zeigen genau dieses Instrument.

Merkmale

  • Linie AGAPE, Qualitätsstufe 107 AP
  • Bauvariante SIGNATURE
  • Größe 4/4
  • Ausstattung in Palisander statt Ebenholz
  • Götz Milano Kinnhalter
  • Aubert-Steg französischer Art
  • Silberner Meister-Feinstimmer an der E-Saite
  • Traditionelles Design
  • Robuste Bauweise

Aus der Praxis

  • Die Modellzahl steht für Holzauswahl und Arbeitsaufwand am weißen, noch unlackierten Instrument: Graduierung der Decke, Ausarbeitung innen und außen, Auswahl des Tonholzes. Je höher die Zahl, desto mehr Zeit steckt im Holz und desto runder und differenzierter der Klang. 93 und 98 sind Schülerinstrumente, 108 und 110 Instrumente für fortgeschrittene Schüler und engagierte Amateure, ab 120 Instrumente für Profis; 136 und 140 gehen in Richtung Orchesterinstrument.
  • Die Buchstaben bezeichnen die Serie: Lack und Spielfertigmachen, also Wirbel, Endknopf, Stimme, Saiten, Kinnhalter und Einrichtung. Auf dem Foto sieht man keinen Unterschied zwischen einer 110 und einer 115, aber man sieht, ob es eine Metropol oder eine Cantonate ist.
  • Wir lackieren ausschließlich mit Spirituslack. Der Spiritus verdampft, Harze und Pigmente bleiben. Grundieren, Beizen, Farblack, Zwischenschliff und Versiegelung ergeben zusammen rund fünfzehn Arbeitsgänge; weil es Naturlacke sind, kann eine Schicht mehr oder weniger nötig sein, bis der Farbton stimmt.
  • Diese Serie trägt einen dünnen Lack. Nach unserer Erfahrung klingt ein Instrument mit dünnem Lack offener und heller.
  • Die Agape ist unser robustes Instrument, auch für das Spiel im Freien: widerstandsfähiger Lack, kraftvoller Klang.
  • Palisander ist die sichtbarste Abweichung vom Hausstandard Ebenholz und macht die Linie optisch sofort erkennbar.
  • SIGNATURE und HERITAGE sind zwei Bauvarianten derselben Linie. HERITAGE ist die traditionelle und robustere Ausführung, SIGNATURE die leichtere und modernisierte.
  • Richtwerte für die Saitenlage am Griffbrettende: Violine rund 3,5 mm unter der E-Saite und 5,0 mm unter der G-Saite, Viola 4,5 bis 5,5 und 5,0 bis 6,0 mm, Cello 5,0 bis 6,5 und 5,5 bis 7,5 mm.
  • In den ersten Wochen dehnen sich die Saiten und der Steg wandert beim Stimmen Richtung Griffbrett. Beides gehört kontrolliert; eine Nachjustage nach einigen Wochen ist normal.
  • Luftfeuchte 40 bis 50 Prozent bei rund 20 °C, bis 60 Prozent unproblematisch. Unter 40 Prozent drohen rutschende Wirbel, offene Leimfugen und Risse.
  • Nach jedem Spielen Kolophoniumstaub ohne Druck mit einem Mikrofasertuch abnehmen. Keine Politur, keine Tinktur, kein Alkohol auf den Lack.
  • Das Etui nach Kälte oder Hitze erst nach fünfzehn bis dreißig Minuten öffnen. Nie im Auto lassen, nie als Reisegepäck aufgeben.
  • Firmensitz ist Wernitzgrün bei Markneukirchen. Das Haus besteht seit 1884 und wird in vierter Generation als Familienbetrieb geführt.
  • Sechs Monate Garantie auf defekte Komponenten und Verarbeitungsfehler.

Klang und Physik

Die Luft im Korpus schwingt durch die F-Löcher als Helmholtz-Resonator (A0), an der 4/4-Violine bei rund 270 Hz, oberhalb der leeren G-Saite mit 196 Hz; sie stützt vor allem die Töne der D-Saite. In der Modalanalyse (der Vermessung der Eigenschwingungen) liegen die wichtigsten Korpusresonanzen einer 4/4-Violine typisch bei:

  • A0, Helmholtz-Luftresonanz: rund 270 Hz
  • CBR, Biegemode des ganzen Korpus: rund 400 Hz
  • B1−, erste antisymmetrische Plattenmode: rund 450 Hz
  • A1, erste höhere Hohlraummode: rund 470 Hz
  • B1+, erste symmetrische Plattenmode: rund 540 Hz

Der Stimmstock unter dem rechten Stegfuß verdoppelt praktisch die Zahl der Moden, die zum abgestrahlten Klang beitragen. Der Bassbalken, an der 4/4-Violine rund 25 cm lang, versteift die Bassseite der Decke und trägt mit der Wölbung den Saitenzug. Mit den Thomastik-Synthetiksätzen, die wir führen, drückt der Steg die Decke mit rund 8,5 bis 9,5 kg.

Eine Violindecke aus Fichte ist an der 4/4-Violine typisch in der Mitte 3,2 bis 3,3 mm stark, in den Flächen der Bügel 2,5 bis 2,7 mm und am Rand 3,0 mm; der Ahornboden erreicht in der Mitte 4,2 bis 4,3 mm. Diese Verteilung der Holzstärken (Graduierung) legt zusammen mit der Wölbung die Eigenfrequenzen von Decke und Boden fest.

Die Fichtendecke bringt bei 12 % Holzfeuchte 380 bis 470 kg/m³ und einen Elastizitätsmodul längs der Faser um 10.000 MPa mit; der Schall läuft darin längs der Faser mit rund 4.800 m/s. Für die Decke gelten 8 bis 15 Jahresringe je Zentimeter als empfohlene Spanne.

Das F in einer Stufenbezeichnung wie 125F steht für den einteiligen, ganzen Boden.

Die Agape trägt eine Ausstattung aus Palisander (Dalbergia latifolia), wahlweise auch aus Ebenholz, dazu einen silbernen Meister-Feinstimmer für die E-Saite und den vielseitigen Götz-Kinnhalter Milano. Indischer Palisander bringt bei 12 % Holzfeuchte eine Rohdichte von 820 bis 920 kg/m³ mit.

Ihr Lack ist ein widerstandsfähiger, rotbraun schattierter Lack in dünnen Schichten, der Sonnenlicht verträgt; Lack und Ausstattung machen die Agape verlässlich in allen Umgebungen, drinnen wie draußen.

Heritage und Signature sind zwei Ausarbeitungen desselben Modells; aus fünf Metern Abstand sind sie kaum zu unterscheiden. Die Signature ist rund 10 bis 15 % leichter, vor allem an Schnecke und Hals, am inneren Halsklotz und an der Bodenfuge, und nimmt damit Gewicht vom linken Arm. Ihr Griffbrett ist dünner und sanfter gerundet, die Saitenabstände bleiben dieselben; seit 2019 ist sie stabil in Produktion.

Unsere Erfahrung

Wir liefern jede Violine spielfertig und gestimmt aus, weil wir sie nur so vor dem Versand anspielen und prüfen können. Die Saitenlage stellen wir bewusst etwas höher ein, weil sich ein Steg leichter absenken als ersetzen lässt.

Zwischen zwei Stufen liegt vor allem Zeit an der Graduierung: Die höhere Stufe unterscheidet sich von der nächsttieferen durch längere Arbeit an der Ausdünnung der Innenseiten von Decke und Boden und durch ausgesuchteres Holz.

Die Agape ist bei uns eine Serie für den Einstieg, und die Agape 110 empfehlen wir auch fortgeschrittenen Spielern.

Nach unserer Erfahrung spricht die Signature etwas schneller an und klingt etwas heller und leichter als die Heritage, die Heritage dagegen breiter und voller als die Signature. Spielern mit großen Händen und kräftigem Körperbau empfehlen wir häufig die Heritage, kleineren Händen die Signature.

Wann ein anderes Modell besser passt

Wer die klassische Ebenholz-Ausstattung mit Pariser Auge bevorzugt, findet sie in der Antique und in der Metropol.

Häufige Fragen

Mit welchen Saiten wird die Violine ausgeliefert?

Mit Thomastik Dominant, Satz 135: G 133, D 132, A 131 und E 129SN.

Welche Saitenspannung trägt die Violine mit Dominant?

Der Werkssatz Dominant 135 in medium bringt zusammen 21,2 kg auf die Violine; über den Steg drückt er die Decke mit rund 8,5 kg.

Wie trocken ist das Holz, wenn die Violine lackiert wird?

Unter 9 % Holzfeuchte; so trocken ist das Holz unserer Violinen vor dem Lackieren.

Braucht eine Violine mit Palisander-Garnitur Papiere für die Ausfuhr?

Nein, für Musikinstrumente mit Ostindischem Palisander (Dalbergia latifolia) gilt seit dem 14. Dezember 2019 eine Ausnahme von der CITES-Zertifizierungspflicht. Die Gattung Dalbergia selbst steht seit 2017 in CITES-Anhang II.

Gibt es die Agape auch mit Ebenholz?

Ja, die Ausstattung ist wahlweise in Palisander oder in Ebenholz möglich.


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