Titebond III Ultimate Gallone (ca. 4 Liter), ZL-141/6
ZL-141/6
Titebond III Ultimate ist der einzige Leim der Reihe, der die ANSI/HPVA-Typ-I-Wasserfestigkeit erreicht, also den Kochtest besteht. Franklin nennt für ihn die höchste Festigkeit der Reihe und eine hohe Anfangsbindekraft. Gebinde Gallone, rund 3.785 ml.
- Wasserfest nach ANSI/HPVA Typ I
- Offene Zeit mindestens 10 Minuten, Gesamtfügezeit 20 bis 25 Minuten
- Verarbeitbar bei 5 bis 30 Grad Celsius
Technische Daten
| Leimtyp | Proprietäres Polymer |
| Wasserfestigkeit | ANSI/HPVA Typ I, wasserfest |
| Offene Zeit | mindestens 10 Minuten |
| Gesamtfügezeit | 20 bis 25 Minuten |
| Mindesttemperatur | 5 Grad Celsius |
| Farbe nass / Fuge | hellbraun / hellbraun |
| Feststoff / Viskosität / pH | 52 % / 4.200 cps / 2,5 |
| Scherfestigkeit ASTM D-905 | 4.000 psi, 57 % Holzbruch |
| Lagerfähigkeit | 24 Monate unter 24 Grad |
| Gebinde | Gallone, rund 3.785 ml |
| Artikelnummer | ZL-141/6 |
Merkmale
- FDA-konform für indirekten Lebensmittelkontakt
- Gebinde: Gallone, rund 3.785 ml
Aus der Praxis
- Typ I bedeutet einen Kochtest: vier Stunden kochen, zwanzig Stunden bei 63 Grad backen, nochmals vier Stunden kochen, dann nass abscheren. Für dauerhaftes Untertauchen ist der Leim trotzdem nicht gedacht.
- In der Wärme verliert Titebond III an Festigkeit: Nach einer Nacht bei 66 Grad bleiben von 4.000 psi noch 800 psi und kein Holzbruch.
- Die Leimfuge trocknet leicht bräunlich auf. Bei hellen Hölzern fällt sie auf.
- Lagerung über 24 Grad dickt den Leim ein und verkürzt die Haltbarkeit.
- Hinweis zur Kennzeichnung: Franklin weist für diese Linie ausschließlich die ANSI/HPVA-Klasse aus. Die im Handel verbreiteten D-Klassen nach EN 204 stammen nicht vom Hersteller.
- Fugen, die später wieder geöffnet werden sollen, bekommen einen Leim, dessen Fuge sich mit Wasser und Wärme wieder lösen lässt: Hautleim oder Titebond Original. Titebond II und III sind nach dem Aushärten nicht wasserlöslich; solche Fugen öffnet ein Heißluftfön mit vorsichtigem Druck.
- Ausgetretener PVA-Leim versiegelt die Poren. Beize zieht dort nicht mehr ein und hinterlässt helle Flecken. Deshalb nicht nass abwischen, sondern antrocknen lassen und mit dem Stecheisen abnehmen.
- Pressdruck nach Holzhärte: rund 100 bis 150 psi bei Weichholz, 125 bis 175 psi mittelhart, 175 bis 250 psi bei Hartholz.
Technik und Verarbeitung
Titebond-Holzleime stammen von Franklin International in Ohio, USA, und die C.A. Götz jr. GmbH vertreibt sie in Europa. Franklin gibt für die Verarbeitung einfache Grundregeln mit: Die Flächen sind sauber, fettfrei und trocken, die Holzteile passen möglichst genau, der Leim wird auf Holz dick aufgetragen, und die Fuge wird unter Druck zusammengepresst. Hat sich der Leim in der Flasche abgesetzt, wird er gut geschüttelt.
Titebond Original, II und III trocknen vollständig aus, ohne weichen Rest in der Fuge, der Schwingungen schlucken würde. Titebond Original bleibt wasserlöslich, seine Fuge lässt sich mit Wasser und Wärme wieder öffnen. Titebond II und III sind nach dem Aushärten nicht wasserlöslich; Wasserdampf öffnet diese Fugen nicht.
Titebond III Ultimate (141) ist ein Polymerleim, dem Franklin die höchste Festigkeit seiner Titebond-Holzleime und eine hohe Anfangsbindekraft zuschreibt. Auf Ahorn erreicht er eine Festigkeit von 4.000 psi, umgerechnet rund 27,6 N/mm². Er besteht die strenge US-Prüfung der Wasserfestigkeit Typ I, ist aber nicht für Anwendungen unter Wasser gedacht.
Die offene Zeit beträgt mindestens 10 Minuten, weshalb Franklin ihn für komplexe Verbindungen empfiehlt. Verarbeitet wird zwischen 5 und 30 °C. Gepresst wird 30 bis 60 Minuten, und ihre maximale Härte erreicht die Fuge nach 24 Stunden. Der Leim ist leicht bräunlich, auch in der ausgehärteten Fuge.
Titebond III Ultimate ist vegan, bei der Herstellung werden weder Knochen noch Knochenmehl verwendet. In den USA ist er nach FDA für den indirekten Lebensmittelkontakt zugelassen, etwa für Schneidebretter; eine vergleichbare europäische Zertifizierung gibt es nicht.
Unsere Erfahrung
Titebond ist bei uns der Hauptklebstoff im Streichinstrumentenbau. Für Violinen greifen wir überwiegend zu Titebond Original, weil sich seine Fuge bei einer späteren Reparatur mit Wasser und Wärme wieder öffnen lässt. Für öliges Holz empfehlen wir Titebond III Ultimate mit dem grünen Etikett und vorab eine Probeverleimung. Bei Mooreiche, die wegen ihres hohen Schwefel- und Salzgehalts schwierig zu verleimen ist, hat sich von den Titebond-Leimen für uns Titebond III am besten bewährt.
Wann ein anderes Modell besser passt
Für Innenarbeiten, bei denen Wasserresistenz keine Rolle spielt, ist Titebond Original (506) der klassische Partner.
Häufige Fragen
Ist Leim in der Dosierkappe nach dem Versand ein Mangel?
Nein, solange die Dosierkappe nicht aufgezogen war, ist das normal, denn die Kappe selbst verschließt die Flasche.
Wie löse ich eine Verleimung mit Titebond II oder III?
Mit einem Heißluftfön und vorsichtigem Druck, im Notfall mit Aceton, wobei die umliegende Lackierung zu schützen ist. Wasserdampf wirkt bei diesen beiden Leimen nicht.
Welcher Titebond-Leim hält 200 Grad aus, etwa am Biegeeisen?
Keiner der Titebond-Holzleime hält rund 200 °C ohne Eigenschaftsverlust aus. Diese Temperatur liegt über dem Verkohlungspunkt selbst von Titebond III Ultimate.
Ist Titebond III wasserfest?
Er besteht die strenge US-Prüfung der Wasserfestigkeit Typ I. Für Anwendungen unter Wasser ist er nicht gedacht.
Ist Titebond III vegan?
Ja, bei der Herstellung werden weder Knochen noch Knochenmehl verwendet.
Wie fest ist Titebond III?
Auf Ahorn 4.000 psi, umgerechnet rund 27,6 N/mm².
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