Titebond Hautleim 237 ml, ZL-501/3

Titebond Hautleim 237 ml, ZL-501/3

ZL-501/3

Flüssiger Hautleim von Titebond, gebrauchsfertig und kalt zu verarbeiten. Für den Instrumentenbau hat er einen besonderen Reiz: Verbindungen lassen sich mit Wärme und Feuchte wieder öffnen. Gebinde 237 ml.

  • Naturproteinleim, gebrauchsfertig, kein Leimkocher nötig
  • Offene Zeit 10 Minuten, Gesamtfügezeit 20 bis 30 Minuten
  • Reversibel, spätere Reparaturen bleiben möglich

Technische Daten

Leimtyp Naturproteinleim
Offene Zeit 10 Minuten
Gesamtfügezeit 20 bis 30 Minuten
Mindesttemperatur 10 Grad Celsius
Wasserfestigkeit keine, nur Innenbereich
Farbe nass / Fuge bernstein / transluzent
Feststoff / Viskosität / pH 52 % / 4.000 cps / 6,5
Reversibel ja, mit Wärme und Feuchte
Lagerfähigkeit 24 Monate ungeöffnet
Gebinde 237 ml
Artikelnummer ZL-501/3

Merkmale

  • Nahezu neutraler pH-Wert von 6,5, kein Korrosionsthema an Metall
  • Nimmt Beize an, VOC-frei
  • Gebinde: 237 ml

Aus der Praxis

  • Der Hersteller nennt die Feuchteempfindlichkeit selbst als Vorteil: Sie erlaubt das leichte Zerlegen von Teilen bei der Antikenrestaurierung und der Reparatur von Musikinstrumenten.
  • Nach einer Nacht bei 66 Grad bleiben 3.207 psi bei 59 Prozent Holzbruch.
  • Der Unterschied zu selbst angesetztem Hautleim aus Granulat: Zusätze senken den Gelpunkt und verlängern die offene Zeit. Dafür lässt sich keine Reibfuge ohne Zwinge machen, und die Gramm-Stärke ist nicht wählbar.
  • Der Hersteller gibt 24 Monate ungeöffnet an. Auf ein lesbares Herstelldatum achten und angebrochene Flaschen zügig aufbrauchen; Anwender berichten, dass Naturproteinleim im offenen Gebinde nachlässt.
  • Die Fuge bleibt nach Angabe von Franklin mindestens zwölf Stunden unter Druck; die Klemmzeit hängt von Luft- und Holzfeuchte ab.
  • Der gebrauchsfertige Hautleim ist die praktische Wahl dort, wo lange offene Zeit gebraucht wird und die Fuge später wieder zu öffnen sein soll.

Technik und Verarbeitung

Titebond-Holzleime stammen von Franklin International in Ohio, USA, und die C.A. Götz jr. GmbH vertreibt sie in Europa. Franklin gibt für die Verarbeitung einfache Grundregeln mit: Die Flächen sind sauber, fettfrei und trocken, die Holzteile passen möglichst genau, der Leim wird auf Holz dick aufgetragen, und die Fuge wird unter Druck zusammengepresst. Hat sich der Leim in der Flasche abgesetzt, wird er gut geschüttelt.

Titebond Original, II und III trocknen vollständig aus, ohne weichen Rest in der Fuge, der Schwingungen schlucken würde. Titebond Original bleibt wasserlöslich, seine Fuge lässt sich mit Wasser und Wärme wieder öffnen. Titebond II und III sind nach dem Aushärten nicht wasserlöslich; Wasserdampf öffnet diese Fugen nicht.

Titebond Original Hautleim (501) war nach Angabe von Franklin der erste Hautleim in flüssiger, gebrauchsfertiger Form. Er ist wie ein klassischer Warmleim formuliert, braucht aber weder Kochen noch Erhitzen und gibt angenehm viel offene Zeit zum Auftragen. Die lange Trocknungszeit erlaubt ein sorgfältiges Positionieren der Teile.

Die Verbindung ist fester als das Holz selbst und beständig gegen die meisten Lösungsmittel, Lacke, Harze und Versiegelungen. Er verbindet Holz, Leder und andere poröse Materialien.

Nach dem Schließen bleibt die Fuge mindestens 12 Stunden unter Druck. Verarbeitet wird oberhalb von 10 °C, gelagert bei höchstens 21 °C, und der Leim darf nicht einfrieren. Ist der Leim dünn und wässrig geworden, wird er nicht mehr verwendet.

Hautleim ist wasserlöslich, eine Fuge öffnet sich unter Wasser wieder; für wasserbeanspruchte Verklebungen ist er deshalb nicht gedacht.

Unsere Erfahrung

Titebond ist bei uns der Hauptklebstoff im Streichinstrumentenbau. Für Violinen greifen wir überwiegend zu Titebond Original, weil sich seine Fuge bei einer späteren Reparatur mit Wasser und Wärme wieder öffnen lässt. Für öliges Holz empfehlen wir Titebond III Ultimate mit dem grünen Etikett und vorab eine Probeverleimung. Bei Mooreiche, die wegen ihres hohen Schwefel- und Salzgehalts schwierig zu verleimen ist, hat sich von den Titebond-Leimen für uns Titebond III am besten bewährt.

Häufige Fragen

Ist Leim in der Dosierkappe nach dem Versand ein Mangel?

Nein, solange die Dosierkappe nicht aufgezogen war, ist das normal, denn die Kappe selbst verschließt die Flasche.

Wie löse ich eine Verleimung mit Titebond II oder III?

Mit einem Heißluftfön und vorsichtigem Druck, im Notfall mit Aceton, wobei die umliegende Lackierung zu schützen ist. Wasserdampf wirkt bei diesen beiden Leimen nicht.

Welcher Titebond-Leim hält 200 Grad aus, etwa am Biegeeisen?

Keiner der Titebond-Holzleime hält rund 200 °C ohne Eigenschaftsverlust aus. Diese Temperatur liegt über dem Verkohlungspunkt selbst von Titebond III Ultimate.

Muss Titebond Hautleim erwärmt werden?

Nein, er ist gebrauchsfertig und wird ohne Kochen oder Erhitzen verarbeitet.

Wie lange muss die Fuge gepresst werden?

Mindestens 12 Stunden unter Druck.

Wie lange ist Titebond Hautleim haltbar?

Gut verschlossen sehr lange; das Ablaufdatum hängt von der Charge ab und liegt meist bei rund zwei Jahren. Ist der Leim dünn und wässrig geworden, ist er verbraucht.


Normaler Preis€10,95
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