SJ-VI-AY-44
Jargar Young Talent, die Serie für den Unterricht. Wir führen sie für Violine in 4/4 sowie für Cello in 3/4 und 1/2.
| Serie | Young Talent |
| Instrumente | Violine 4/4, Cello 3/4 und 1/2 |
| Herkunft der Marke | Dänemark |
Der konstruktive Aufbau der Saite (Mensur, Spannung, Querschnitt, Materialeigenschaften) führt dazu, dass ihre Obertöne nah an der harmonischen Reihe bleiben; die höheren Teiltöne liegen nur minimal höher als die exakten Vielfachen des Grundtons. Bei umsponnenen Saiten leistet das die Verbundbauweise aus dünnem, biegeweichem Kern und einer oder mehreren Umspinnungen aus Metallband oder Draht, die viel Masse bei geringer Biegesteifigkeit auf die Saite bringt.
Eine höher gespannte Saite gleicher Tonhöhe und Mensur trägt im selben Verhältnis mehr Masse je Meter (Massenbelegung).
Unter dem Bogen bleibt auf der biegeweichen Saite der umlaufende Knick der Helmholtz-Bewegung (die Saite haftet am Bogenhaar und gleitet zurück) scharf, und am Steg kommt eine Sägezahnkraft an, die alle Obertöne des Grundtons enthält.
Die Violine ist in Quinten gestimmt; bei a¹ = 440 Hz und reinen Quinten klingen die leeren Saiten g, d¹, a¹ und e² mit rund 195,6 Hz, 293,3 Hz, 440 Hz und 660 Hz.
Die e²-Saite ist heute meist aus Stahl, weil Darm an dieser Stelle bis an die Grenze seiner Reißfestigkeit beansprucht wäre. Stahl dehnt sich beim Stimmen weit weniger als Darm, darum stimmt man eine Stahl-E am feinsten über einen Feinstimmer im Saitenhalter. Die tiefe G-Saite klingt runder und satter als die höheren Saiten; Komponisten verlangen deshalb ganze Passagen ausdrücklich auf ihr (sul G).
Bei den Thomastik-Synthetiksätzen, die wir führen, liegt der Längszug zwischen 21,2 kg (Dominant 135) und 23,5 kg (Rondo); über den Steg abgewinkelt (Saitenwinkel rund 157°) drücken davon rund 8,5 bis 9,5 kg den Steg auf die Decke. Zur G-Saite hin liegen die Saiten höher über dem Griffbrett, weil ihre Schwingungsweite zu den tiefen Saiten hin zunimmt; der Steg ist entsprechend asymmetrisch geschnitten.
Das Violoncello ist eine Oktave unter der Bratsche gestimmt; bei a¹ = 440 Hz und reinen Quinten klingen die leeren Saiten C, G, d und a mit rund 65,2 Hz, 97,8 Hz, 146,7 Hz und 220 Hz. Eine tiefe C-Saite erzeugt typischerweise mehr als 40 deutlich beteiligte Harmonische.
Trifft der Grundton einer Saite auf eine stark gekoppelte Korpusresonanz, kann ein Wolfton entstehen, eine stotternde, springende Note. Ein kleines Gewicht zwischen Steg und Saitenhalter auf der betroffenen Saite dämpft und verschiebt diese Resonanz; wir führen dafür Wolftöter mit 7 g und 9 g.
Jargar ist eine ursprünglich dänische Saitenmarke, deren Saiten heute von Thomastik-Infeld in Wien gefertigt werden. Echte Jargar-Saiten erkennt man an der typischen Farbcodierung und an der charakteristischen Jargar-Kugel.
Bei den Superior-Cellosaiten haben wir Durchmesser von 0,78 bis 0,79 mm für die A-Saite, 1,01 mm für die D-Saite und 1,34 mm für die C-Saite dokumentiert. Für die Eccentric beschreibt Thomastik-Infeld den Violinsatz als fokussiert, mit feiner Körnung, brillant, kompakt und offen, den Cellosatz als sehr lebendig und klanglich breit und dicht. Den Evoke-Cellosatz gibt es auch in 3/4, mit denselben Spezifikationen wie in 4/4.
Unsere Erfahrung: Fast alle neuen Götz-Celli verlassen unsere Werkstatt mit Jargar-Saiten. Auf unserem Antique-Cello war die Superior ab Werk aufgezogen, auf dem Agape-Cello die Classic. Die Superior beschreiben wir unseren Kundinnen und Kunden am Cello als runden, kraftvollen Satz für Orchester, Kammermusik und Solo.
Die Umspinnung bringt Masse auf die Saite, ohne sie steif zu machen. Bei gleicher Mensur braucht ein tiefer Ton bei ähnlicher Spannung eine deutlich höhere Massenbelegung, und die liefert das Metall der Umspinnung.
Von 440 Hz auf 442 Hz, wie heute in vielen Orchestern üblich, steigt die Spannung um rund 0,9 Prozent, auf 445 Hz um rund 2,3 Prozent.
Nein, unsere Feinstimmer sind für Saiten mit Schlinge gebaut. Für eine Saite mit Kugel wählt man einen Saitenhalter oder Feinstimmer mit Kugelaufnahme, oder eine Saite mit abnehmbarer Kugel.
Bei a¹ = 440 Hz und reinen Quinten sind es rund 65,2 Hz (C), 97,8 Hz (G), 146,7 Hz (d) und 220 Hz (a).
Zwischen Steg und Saitenhalter auf die Saite, auf der der Wolf auftritt. Mit seinem Gewicht verschiebt und dämpft er die Resonanz des Systems aus Saite, Steg und Korpus.
Heute Thomastik-Infeld in Wien; die Marke stammt ursprünglich aus Dänemark.
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