Lapella Gold Kolophonium Violine, ZB20
Lapella Gold Kolophonium Violine, ZB20
Lapella Gold Kolophonium Violine, ZB20

Lapella Gold Kolophonium Violine, ZB20

ZB20-SOLID

Lapella Gold No. 20 geht auf ein Rezept zurück, das Conrad Götz 1889 in Markneukirchen aufgeschrieben hat. Es wird bis heute nach der Originalvorschrift aus Lärchenharz hergestellt, von Hand und ohne synthetische Zusätze.

  • Rezeptur von 1889 aus Markneukirchen
  • Drei Härtegrade: Solid für Violine, Medium für Viola, Soft für Cello

Technische Daten

Basis Lärchenharz
Herkunft der Rezeptur Markneukirchen, 1889
Härtegrade Solid, Medium, Soft

Merkmale

  • Lärchenharz, handgefertigt, ohne synthetische Zusätze

Aus der Praxis

  • Der Kuchen kommt aus der historischen Gussform mit spiegelglatter Oberfläche.
  • Ein neuer Kuchen gibt anfangs oft keinen Abrieb. Das ist kein Mangel: Die glatte Gussoberfläche wird einmal leicht angeraut, danach nimmt der Bogen normal Harz auf.
  • Sparsam auftragen. Wer bei jedem Übedurchgang nachreibt, nimmt in aller Regel zu viel; bei den meisten Spielern genügen einige Striche alle vier bis fünf Spielstunden.

Anwendung

  1. Bei der ersten Anwendung die Oberfläche einmal leicht anrauen, etwa mit feinem Schleifpapier.
  2. Danach normal auftragen, einige Striche genügen.

Ausführungen

  • Violine, ZB20-SOLID
  • Viola, ZB20-MEDIUM
  • Cello, ZB20-SOFT

Klang und Physik

Kolophonium (der Rückstand, der beim Destillieren von Terpentin aus Nadelholzharz zurückbleibt) erhöht auf dem Bogenhaar die Haftreibung (die Reibung zwischen zwei Flächen, die noch nicht gegeneinander gleiten). So nimmt der Bogen die Saite mit, bis ihre Rückstellkraft überwiegt; dann gleitet sie zurück und haftet von neuem.

Der Unterschied zwischen Haft- und Gleitreibung, zu dem das Kolophonium beiträgt, legt mit fest, zwischen welcher minimalen und maximalen Bogenkraft (dem Druck des Bogens auf die Saite) ein stehender Ton entsteht. In diesem Bereich reißt sich die Saite je Schwingung genau einmal los (Helmholtz-Bewegung), und der Ton enthält die vollständige Reihe der Harmonischen (der ganzzahligen Vielfachen des Grundtons).

Lapella No. 20 Gold ist unser Kolophonium auf Lärchenharzbasis, dem Goldstaub zugegeben wird. Eine solche Verformung schadet dem Kolophonium nicht und ändert seine Qualität nicht.

Lapella ist ein eher hartes Kolophonium mit sehr genauer Ansprache. Auf frisch bezogenem Haar greift es erst, wenn bereits etwas Kolophonium auf dem Bogen liegt.

Die Linie geht auf den Urgroßvater unserer Familie zurück; nach 2000 fanden wir die originalen Harzformen aus den 1920er Jahren wieder und fertigen seitdem nach derselben Rezeptur in denselben Formen. Lapella ist Teil der ständigen Ausstellung des Musikinstrumenten-Museums Leipzig. Lapella No. 18, ein Edeltannen-Bogenharz aus Wernitzgrün, war jahrzehntelang das Standard-Kolophonium des Hauses.

Unsere Erfahrung

Für einen frisch bezogenen Bogen empfehlen wir, Lapella erst aufzutragen, wenn schon etwas Kolophonium im Haar liegt. Zeigen uns Kunden einen leicht verformten Kuchen, geben wir Entwarnung: Die Form folgt der Wärme, die Qualität bleibt.

Häufige Fragen

Warum braucht der Bogen Kolophonium?

Kolophonium erhöht die Haftreibung zwischen Bogenhaar und Saite. Der Bogen nimmt die Saite nur so lange mit, wie diese Haftreibung die Rückstellkraft der Saite übersteigt, und aus diesem Wechsel von Haften und Gleiten entsteht der gestrichene Ton.

Woher kommt der Name Kolophonium?

Von der Stadt Kolophon in Kleinasien. Kolophonium ist der Rückstand aus der Destillation von Terpentin aus Nadelholzharz.

Warum nimmt mein neu bezogener Bogen Lapella kaum an?

Lapella ist ein eher hartes Kolophonium und braucht auf dem Haar bereits etwas Kolophonium, bevor es greift.

Instrument

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