ZK-292E-NAT
Bewusst klein gehalten und der Außenwölbung der 4/4-Violine angepasst. Erhältlich in naturbelassenem Ebenholz, Buchsbaum und Palisander; die Holzart wählen Sie in der Variante.
| Modell | Jacob |
| Material | Ebenholz natur, Buchsbaum oder Palisander |
| Beschläge | Metall |
| Instrument | Violine |
| Artikelnummer | ZK-292E-NAT |
Der Kinnhalter sitzt am Unterbug der Violine und wird mit einem Metallbügel an der Zarge festgeklemmt. Seine Klemmung greift über oder neben dem Unterklotz, dem Holzklotz im Korpusinneren, der den Endknopf hält und die Zarge an dieser Stelle verstärkt.
Durch das aufliegende Kinn entsteht zwischen Schulter und Kopf eine Einspannung, und in dieser Einspannung wird die Violine nahezu vollständig gehalten; die linke Hand stützt nur geringfügig.
Akustisch bringt der Kinnhalter über wenige Kontaktpunkte am Korpusrand eine zusätzliche Masse mit eigener Dämpfung an. Er bremst deshalb vor allem die Eigenschwingungen des Korpus, die an diesen Kontaktpunkten kräftig schwingen, und lässt jene frei, die dort einen Knoten (eine ruhende Stelle) haben.
Die Violin-Kinnhalter, die wir gewogen haben, liegen inklusive Schrauben je nach Modell, Holz und Beschlag zwischen rund 41 g und 80 g. Bei geschlossenen Schrauben legt das Schlösschen die Höhe über der Zarge fest; dafür gibt es Violin-Schlösschen in 25, 27 und 29 mm, und die meisten unserer Violin-Modelle nehmen Schlösschen bis 27 mm auf. Beim Hill-Beschlag sind die Füße dagegen fest mit dem Kinnhalter verbunden.
Der Jacob ist der Außenwölbung der 4/4-Violine angepasst und bewusst klein gehalten, in alter Markneukirchener Tradition. Er ist 11,5 cm lang und 4,6 cm breit. Zu seiner kleinen Bauform gehören kurze 25-mm-Schlösschen.
Mit Saitenhaltern üblicher Größe passt er; bei Saitenhaltern von 113 bis 115 mm oder Hill-Saitenhaltern mit höherer Projektion wird es eng. Der Jacob in naturbelassenem Ebenholz ist bis zum Holzursprung und Herstellungszeitpunkt rückverfolgbar.
Bevor wir ein Modell empfehlen, fragen wir zuerst, ob das Kinn lieber seitlich neben oder mittig über dem Saitenhalter liegen soll. Unsere Erfahrung beim Anziehen: Ein Kinnhalter muss nur so fest sitzen, dass er sicher hält, denn die Zarge neben dem Unterklotz ist empfindlicher als die Stelle direkt über dem Klotz. Berührt der Kinnhalter den Saitenhalter, lösen wir das über den Winkel der Schrauben oder über ein etwas längeres Schlösschen.
Naturkork ohne Beschichtung, damit der Kinnhalter nicht verrutscht und kein Metall den Lack berührt; gepresster Kork ist ungeeignet, weil er mit der Zeit bröckelt.
In diesen Texten stecken Jahrzehnte an Erfahrung und viel Herzblut. Sie sind urheberrechtlich geschützt, C.A. Götz jr. GmbH. Bitte fragen Sie uns vor jeder Verwendung. Danke für Ihre Wertschätzung.