Titebond Translucent, Wood Glue 237 ml, ZL-612/3
ZL-612/3
Titebond Translucent trocknet transluzent auf, die Leimfuge bleibt nahezu unsichtbar. Das ist die Wahl, wenn die Fuge im Sichtbereich liegt und nicht nachgearbeitet werden soll. Gebinde 237 ml.
- PVA-Emulsion, trocknet transluzent auf
- Nahezu unsichtbare Leimfuge
- Offene Zeit 5 Minuten, Gesamtfügezeit 10 bis 15 Minuten
Technische Daten
| Leimtyp | PVA-Emulsion |
| Wasserfestigkeit | keine, nur Innenbereich |
| Offene Zeit | 5 Minuten |
| Gesamtfügezeit | 10 bis 15 Minuten |
| Mindesttemperatur | 10 Grad Celsius |
| Farbe nass / Fuge | weiß / transluzent |
| Feststoff / Viskosität | 45 % / 8.500 cps |
| Lagerfähigkeit | 24 Monate |
| Gebinde | 237 ml |
| Artikelnummer | ZL-612/3 |
Merkmale
- Nicht wasserfest, ausschließlich für den Innenbereich
- Gebinde: 237 ml
Aus der Praxis
- Der Hersteller weist ausdrücklich keine Wasserfestigkeitsklasse aus und verweist für den Außenbereich auf Titebond II oder III.
- Mit 8.500 cps ist der Leim dickflüssiger als Original oder II. Auf senkrechten Flächen läuft er weniger.
- Fugen, die später wieder geöffnet werden sollen, bekommen einen Leim, dessen Fuge sich mit Wasser und Wärme wieder lösen lässt: Hautleim oder Titebond Original. Titebond II und III sind nach dem Aushärten nicht wasserlöslich; solche Fugen öffnet ein Heißluftfön mit vorsichtigem Druck.
- Pressdruck nach Holzhärte: rund 100 bis 150 psi bei Weichholz, 125 bis 175 psi mittelhart, 175 bis 250 psi bei Hartholz.
- Unterhalb der Mindesttemperatur bricht der Leimfilm kreidig auf und die Fuge trägt nicht. Das gilt für Leim, Holz und Raum gleichermaßen.
Technik und Verarbeitung
Titebond-Holzleime stammen von Franklin International in Ohio, USA, und die C.A. Götz jr. GmbH vertreibt sie in Europa. Franklin gibt für die Verarbeitung einfache Grundregeln mit: Die Flächen sind sauber, fettfrei und trocken, die Holzteile passen möglichst genau, der Leim wird auf Holz dick aufgetragen, und die Fuge wird unter Druck zusammengepresst. Hat sich der Leim in der Flasche abgesetzt, wird er gut geschüttelt.
Titebond Original, II und III trocknen vollständig aus, ohne weichen Rest in der Fuge, der Schwingungen schlucken würde. Titebond Original bleibt wasserlöslich, seine Fuge lässt sich mit Wasser und Wärme wieder öffnen. Titebond II und III sind nach dem Aushärten nicht wasserlöslich; Wasserdampf öffnet diese Fugen nicht.
Unsere Erfahrung
Titebond ist bei uns der Hauptklebstoff im Streichinstrumentenbau. Für Violinen greifen wir überwiegend zu Titebond Original, weil sich seine Fuge bei einer späteren Reparatur mit Wasser und Wärme wieder öffnen lässt. Für öliges Holz empfehlen wir Titebond III Ultimate mit dem grünen Etikett und vorab eine Probeverleimung. Bei Mooreiche, die wegen ihres hohen Schwefel- und Salzgehalts schwierig zu verleimen ist, hat sich von den Titebond-Leimen für uns Titebond III am besten bewährt.
Häufige Fragen
Ist Leim in der Dosierkappe nach dem Versand ein Mangel?
Nein, solange die Dosierkappe nicht aufgezogen war, ist das normal, denn die Kappe selbst verschließt die Flasche.
Wie löse ich eine Verleimung mit Titebond II oder III?
Mit einem Heißluftfön und vorsichtigem Druck, im Notfall mit Aceton, wobei die umliegende Lackierung zu schützen ist. Wasserdampf wirkt bei diesen beiden Leimen nicht.
Welcher Titebond-Leim hält 200 Grad aus, etwa am Biegeeisen?
Keiner der Titebond-Holzleime hält rund 200 °C ohne Eigenschaftsverlust aus. Diese Temperatur liegt über dem Verkohlungspunkt selbst von Titebond III Ultimate.
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