Thomastik Superflexible Violine 3/4, ST-SF519-SET34

Thomastik Superflexible Violine 3/4, ST-SF519-SET34

ST-SF519-SET34

Die Superflexible Violinsaiten verbinden Kraft und Haltbarkeit eines geseilten Stahlkerns mit einer angenehm flexiblen Spielbarkeit. Die geflochtene Konstruktion reduziert die Steifigkeit gegenüber Vollstahlsaiten deutlich, was sich sowohl im linken-Hand-Gefühl als auch im Klangverhalten positiv auswirkt.

  • Stahlseilkern statt Vollstahl: weicher und flexibler als eine massive Stahlsaite
  • Sehr stimmstabil und robust, spricht dafür etwas träger an

Technische Daten

Kern Stahlseil
Umspinnung Chrom
Serie Superflexible
Instrument Violine
Größe 3/4
Stärke Mittel
Lieferumfang Satz
Artikelnummer ST-SF519-SET34

Beschreibung

Das Klangbild ist warm und dunkel mit guter Tragfähigkeit, ideal, um einem hellen oder dünn klingenden Instrument klanglich mehr Tiefe zu geben. Superflexible gelten als verbesserte Version der historischen „Blue Thomastik“-Saiten, die unter Profis lange als Geheimtipp galten.

Lieferumfang

  • Als kompletter Satz erhältlich

Klang und Physik

Der konstruktive Aufbau der Saite (Mensur, Spannung, Querschnitt, Materialeigenschaften) führt dazu, dass ihre Obertöne nah an der harmonischen Reihe bleiben; die höheren Teiltöne liegen nur minimal höher als die exakten Vielfachen des Grundtons. Bei umsponnenen Saiten leistet das die Verbundbauweise aus dünnem, biegeweichem Kern und einer oder mehreren Umspinnungen aus Metallband oder Draht, die viel Masse bei geringer Biegesteifigkeit auf die Saite bringt.

Eine höher gespannte Saite gleicher Tonhöhe und Mensur trägt im selben Verhältnis mehr Masse je Meter (Massenbelegung).

Unter dem Bogen bleibt auf der biegeweichen Saite der umlaufende Knick der Helmholtz-Bewegung (die Saite haftet am Bogenhaar und gleitet zurück) scharf, und am Steg kommt eine Sägezahnkraft an, die alle Obertöne des Grundtons enthält.

Die Violine ist in Quinten gestimmt; bei a¹ = 440 Hz und reinen Quinten klingen die leeren Saiten g, d¹, a¹ und e² mit rund 195,6 Hz, 293,3 Hz, 440 Hz und 660 Hz.

Die e²-Saite ist heute meist aus Stahl, weil Darm an dieser Stelle bis an die Grenze seiner Reißfestigkeit beansprucht wäre. Stahl dehnt sich beim Stimmen weit weniger als Darm, darum stimmt man eine Stahl-E am feinsten über einen Feinstimmer im Saitenhalter. Die tiefe G-Saite klingt runder und satter als die höheren Saiten; Komponisten verlangen deshalb ganze Passagen ausdrücklich auf ihr (sul G).

Bei den Thomastik-Synthetiksätzen, die wir führen, liegt der Längszug zwischen 21,2 kg (Dominant 135) und 23,5 kg (Rondo); über den Steg abgewinkelt (Saitenwinkel rund 157°) drücken davon rund 8,5 bis 9,5 kg den Steg auf die Decke. Zur G-Saite hin liegen die Saiten höher über dem Griffbrett, weil ihre Schwingungsweite zu den tiefen Saiten hin zunimmt; der Steg ist entsprechend asymmetrisch geschnitten.

Häufige Fragen

Warum sind tiefe Saiten umsponnen?

Die Umspinnung bringt Masse auf die Saite, ohne sie steif zu machen. Bei gleicher Mensur braucht ein tiefer Ton bei ähnlicher Spannung eine deutlich höhere Massenbelegung, und die liefert das Metall der Umspinnung.

Wie stark ändert sich die Spannung, wenn ich höher stimme?

Von 440 Hz auf 442 Hz, wie heute in vielen Orchestern üblich, steigt die Spannung um rund 0,9 Prozent, auf 445 Hz um rund 2,3 Prozent.

Passt ein Feinstimmer für Schlingenenden auch für Saiten mit Kugel?

Nein, unsere Feinstimmer sind für Saiten mit Schlinge gebaut. Für eine Saite mit Kugel wählt man einen Saitenhalter oder Feinstimmer mit Kugelaufnahme, oder eine Saite mit abnehmbarer Kugel.

Saite
Stärke

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