Thomastik Peter Infeld Violine 4/4, ST-PI100-SET44
ST-PI100-SET44
Peter Infeld (PI) Violinsaiten verbinden Eleganz, Kraft und eine außergewöhnlich breite Klangpalette. Sie wurden im engen Dialog mit professionellen Solistinnen und Solisten entwickelt.
- Kraft und Farbe zugleich; am deutlichsten wirkt sich das auf der tiefsten Saite aus
- Die E-Saite gibt es in drei Ausführungen: Zinn, Gold und Platin
- Die Platin-E wird von vielen Spielern auch auf Sätze anderer Hersteller aufgezogen
Technische Daten
| Kern | A/D/G Synthetik |
| Satzspannung 4/4 mittel | 23,4 kg |
| Serie | Peter Infeld |
| Instrument | Violine |
| Größe | 4/4 |
| Stärke | Mittel |
| Lieferumfang | Satz und Einzelsaiten |
| Artikelnummer | ST-PI100-SET44 |
Beschreibung
Eine Besonderheit der PI-Serie ist die feine Differenzierbarkeit der E-Saite. Sie ist in drei Plattierungen erhältlich (Zinn, Gold und Platin) und ermöglicht damit eine maßgeschneiderte klangliche Anpassung an Instrument und Spielstil. Die Zinn-Version bringt einen klaren, direkten Ton, Gold sorgt für mehr Wärme, Platin gibt ein präzises Strahlen mit besonderer Tragweite.
Auch die D-Saite ist in zwei Varianten erhältlich: aluminiumumwickelt für mehr Brillanz oder silberumwickelt für ein wärmeres Mittenregister. So entstehen Sets, die sich exakt auf die akustischen Eigenheiten des Instruments und die Anforderungen des Repertoires einstellen lassen.
Klanglich liefern PI-Saiten einen reichhaltigen, modulationsfähigen Kern mit großer dynamischer Bandbreite. Für anspruchsvolle Soloprojekte und große Konzertsäle eine erste Wahl.
Lieferumfang
- Als kompletter Satz erhältlich
- Einzelsaiten: E-Saite Gold, E-Saite Platin, E-Saite Zinn, A-Saite Aluminium, D-Saite Aluminium, D-Saite Silber, G-Saite Silber
Klang und Physik
Der konstruktive Aufbau der Saite (Mensur, Spannung, Querschnitt, Materialeigenschaften) führt dazu, dass ihre Obertöne nah an der harmonischen Reihe bleiben; die höheren Teiltöne liegen nur minimal höher als die exakten Vielfachen des Grundtons. Bei umsponnenen Saiten leistet das die Verbundbauweise aus dünnem, biegeweichem Kern und einer oder mehreren Umspinnungen aus Metallband oder Draht, die viel Masse bei geringer Biegesteifigkeit auf die Saite bringt.
Eine höher gespannte Saite gleicher Tonhöhe und Mensur trägt im selben Verhältnis mehr Masse je Meter (Massenbelegung).
Unter dem Bogen bleibt auf der biegeweichen Saite der umlaufende Knick der Helmholtz-Bewegung (die Saite haftet am Bogenhaar und gleitet zurück) scharf, und am Steg kommt eine Sägezahnkraft an, die alle Obertöne des Grundtons enthält.
Die Violine ist in Quinten gestimmt; bei a¹ = 440 Hz und reinen Quinten klingen die leeren Saiten g, d¹, a¹ und e² mit rund 195,6 Hz, 293,3 Hz, 440 Hz und 660 Hz.
Die e²-Saite ist heute meist aus Stahl, weil Darm an dieser Stelle bis an die Grenze seiner Reißfestigkeit beansprucht wäre. Stahl dehnt sich beim Stimmen weit weniger als Darm, darum stimmt man eine Stahl-E am feinsten über einen Feinstimmer im Saitenhalter. Die tiefe G-Saite klingt runder und satter als die höheren Saiten; Komponisten verlangen deshalb ganze Passagen ausdrücklich auf ihr (sul G).
Bei den Thomastik-Synthetiksätzen, die wir führen, liegt der Längszug zwischen 21,2 kg (Dominant 135) und 23,5 kg (Rondo); über den Steg abgewinkelt (Saitenwinkel rund 157°) drücken davon rund 8,5 bis 9,5 kg den Steg auf die Decke. Zur G-Saite hin liegen die Saiten höher über dem Griffbrett, weil ihre Schwingungsweite zu den tiefen Saiten hin zunimmt; der Steg ist entsprechend asymmetrisch geschnitten.
Der Satz PI100 vereint die platinierte E-Saite PI01PT, die A-Saite PI02 mit Synthetikkern und Aluminium, die D-Saite PI03A und die G-Saite PI04 mit Synthetikkern und Silber. Die E-Saite der Linie gibt es vergoldet, platiniert und verzinnt, die D-Saite mit Aluminium oder mit Silber. Mit 23,4 kg liegt der Satz 2,2 kg über dem Dominant 135 und 0,1 kg unter dem Rondo RO100.
Die Silberumspinnung von D und G (10.500 kg/m³ gegenüber 2.700 kg/m³ beim Aluminium der A-Saite) bringt die Masse der tiefen Saiten auf kleinerem Durchmesser unter. Der Synthetikkern aus Polyamid (1.130 bis 1.150 kg/m³, Elastizitätsmodul als Maß der Materialsteifigkeit 2.500 bis 3.500 MPa) reagiert deutlich weniger auf Luftfeuchte als Darm und spielt sich schneller ein als Darm, wenn auch nicht so schnell wie Stahl.
Unsere Erfahrung
Der Peter Infeld ist für uns der Satz der großen Ausgewogenheit: warm und brillant zugleich, vielschichtig und in jeder Lage modulierbar. Er spricht sehr direkt an, trägt weit und steht fest unter dem Bogen. Nach rund fünf Stunden Spielzeit ist er eingespielt.
Wann ein anderes Modell besser passt
Wer sein Instrument erst kennenlernt und hören möchte, wie es von sich aus klingt, ist mit dem Dominant sehr gut beraten. Und wer vor allem Wärme und weiche Rundung sucht, findet sie im Vision Solo noch ausgeprägter.
Häufige Fragen
Warum sind tiefe Saiten umsponnen?
Die Umspinnung bringt Masse auf die Saite, ohne sie steif zu machen. Bei gleicher Mensur braucht ein tiefer Ton bei ähnlicher Spannung eine deutlich höhere Massenbelegung, und die liefert das Metall der Umspinnung.
Wie stark ändert sich die Spannung, wenn ich höher stimme?
Von 440 Hz auf 442 Hz, wie heute in vielen Orchestern üblich, steigt die Spannung um rund 0,9 Prozent, auf 445 Hz um rund 2,3 Prozent.
Passt ein Feinstimmer für Schlingenenden auch für Saiten mit Kugel?
Nein, unsere Feinstimmer sind für Saiten mit Schlinge gebaut. Für eine Saite mit Kugel wählt man einen Saitenhalter oder Feinstimmer mit Kugelaufnahme, oder eine Saite mit abnehmbarer Kugel.
Welche E-Saite ist im Peter-Infeld-Satz?
Im PI100 die platinierte PI01PT; die E-Saite der Linie gibt es außerdem vergoldet und verzinnt.
Wie hoch ist die Spannung des Peter-Infeld-Violinsatzes?
Der Satz PI100 medium in 4/4 hat 23,4 kg.
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