Thomastik Dominant Cello 1/2, ST-DO147-SET12
ST-DO147-SET12
Auf dem Cello überträgt die Dominant-Serie ihre charakteristische Klangphilosophie in das tiefere Register. Der flexible Perlon-Mehrschichtkern erzeugt einen warmen, modulationsfähigen Ton mit guter Tragfähigkeit, eine Kombination, die in Orchestern weltweit zur Anwendung kommt.
- Neu klingt der Satz metallisch; nach wenigen Tagen weicht das einem warmen, darmnahen Ton
- Eingespielt nach etwa zwei Tagen Spielzeit
Technische Daten
| Kern | Perlon-Mehrfachlitze |
| Serie | Dominant |
| Instrument | Violoncello |
| Größe | 1/2 |
| Stärke | Mittel |
| Lieferumfang | Satz und Einzelsaiten |
| Artikelnummer | ST-DO147-SET12 |
Beschreibung
Dominant Cellosaiten sprechen schnell an, lassen sich präzise dosieren und reagieren auf jede Veränderung des Bogenansatzes unmittelbar. Ihr Synthetikkern ist deutlich weniger feuchteempfindlich als Darm, und sie behalten ihre Stimmung über lange Zeit. Damit gehören sie sowohl im Orchestergraben als auch in der Solo- und Kammermusiklage zu den Referenz-Saiten.
Den Satz gibt es in 4/4, 3/4, 1/2 und 1/4. Im Standardsatz 147 tragen alle vier Saiten auf dem Synthetikkern eine Chromumspinnung; für die C-Saite gibt es zusätzlich die 145A mit Silber. Stärkegrade reichen von Weich über Mittel bis Stark.
Lieferumfang
- Als kompletter Satz erhältlich
- Einzelsaiten: A-Saite, D-Saite, G-Saite, C-Saite
Klang und Physik
Der konstruktive Aufbau der Saite (Mensur, Spannung, Querschnitt, Materialeigenschaften) führt dazu, dass ihre Obertöne nah an der harmonischen Reihe bleiben; die höheren Teiltöne liegen nur minimal höher als die exakten Vielfachen des Grundtons. Bei umsponnenen Saiten leistet das die Verbundbauweise aus dünnem, biegeweichem Kern und einer oder mehreren Umspinnungen aus Metallband oder Draht, die viel Masse bei geringer Biegesteifigkeit auf die Saite bringt.
Eine höher gespannte Saite gleicher Tonhöhe und Mensur trägt im selben Verhältnis mehr Masse je Meter (Massenbelegung).
Unter dem Bogen bleibt auf der biegeweichen Saite der umlaufende Knick der Helmholtz-Bewegung (die Saite haftet am Bogenhaar und gleitet zurück) scharf, und am Steg kommt eine Sägezahnkraft an, die alle Obertöne des Grundtons enthält.
Eine tiefe C-Saite erzeugt typischerweise mehr als 40 deutlich beteiligte Harmonische.
Trifft der Grundton einer Saite auf eine stark gekoppelte Korpusresonanz, kann ein Wolfton entstehen, eine stotternde, springende Note. Ein kleines Gewicht zwischen Steg und Saitenhalter auf der betroffenen Saite dämpft und verschiebt diese Resonanz; wir führen dafür Wolftöter mit 7 g und 9 g.
Im Satz 147 tragen alle vier Saiten, die a-Saite 142, die d-Saite 143, die G-Saite 144 und die C-Saite 145, auf dem Synthetikkern eine Chromumspinnung und ein Kugelende. Den Satz gibt es in 4/4, 3/4, 1/2 und 1/4. Jede Größe ist eine eigene Saitenkonstruktion, abgestimmt auf ihre Mensur; Spannungswerte veröffentlicht der Hersteller nur für den 4/4-Satz.
Der Synthetikkern aus Polyamid (1.130 bis 1.150 kg/m³, Elastizitätsmodul als Maß der Materialsteifigkeit 2.500 bis 3.500 MPa) reagiert deutlich weniger auf Luftfeuchte als Darm und spielt sich schneller ein als Darm, wenn auch nicht so schnell wie Stahl.
Unsere Erfahrung
Am 4/4-Satz ist der Dominant für uns der leichte, offene Weg, ein Cello zu besaiten: warm, rund und mit einem glockigen Ton. Dass alle vier Saiten denselben Aufbau teilen, hören wir dort über alle Lagen: Der Satz klingt aus einem Guss.
Wann ein anderes Modell besser passt
Für die Ausbildungsjahre empfehlen wir auch den Alphayue, für uns den freundlichsten Begleiter in dieser Zeit, den es sogar bis zur 1/8 gibt.
Häufige Fragen
Warum sind tiefe Saiten umsponnen?
Die Umspinnung bringt Masse auf die Saite, ohne sie steif zu machen. Bei gleicher Mensur braucht ein tiefer Ton bei ähnlicher Spannung eine deutlich höhere Massenbelegung, und die liefert das Metall der Umspinnung.
Wie stark ändert sich die Spannung, wenn ich höher stimme?
Von 440 Hz auf 442 Hz, wie heute in vielen Orchestern üblich, steigt die Spannung um rund 0,9 Prozent, auf 445 Hz um rund 2,3 Prozent.
Welche Frequenzen haben die leeren Saiten des Cellos?
Bei a¹ = 440 Hz und reinen Quinten sind es rund 65,2 Hz (C), 97,8 Hz (G), 146,7 Hz (d) und 220 Hz (a).
Wo setze ich den Wolftöter?
Zwischen Steg und Saitenhalter auf die Saite, auf der der Wolf auftritt. Mit seinem Gewicht verschiebt und dämpft er die Resonanz des Systems aus Saite, Steg und Korpus.
In welchen Größen gibt es den Dominant für Cello?
In 4/4, 3/4, 1/2 und 1/4.
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