AB Kolophonium 2063 (No. 2), für Cello, HL-2063
HL-2063
Kolophonium in der Ausführung No. 2 für Cello. Ein schlichter Kuchen für den täglichen Gebrauch im Unterricht und im Orchester.
- Zu viel Kolophonium erkennen Sie an weißem Belag auf Decke und Saiten und an einem kratzigen, zugleich dumpfen Ton.
- Kolophonium altert an der Luft. Verschlossen und vor Sonne geschützt gelagert hält ein Kuchen bei sparsamem Gebrauch Jahre.
Technische Daten
| Instrument | Cello |
| Ausführung | No. 2 |
| Artikelnummer | HL-2063 |
Merkmale
- Kolophonium für Cello
- Ausführung No. 2
Aus der Praxis
- Sparsam auftragen. Wer bei jedem Übedurchgang nachreibt, nimmt in aller Regel zu viel; bei den meisten Spielern genügen einige Striche alle vier bis fünf Spielstunden.
- Ein neuer Kuchen gibt anfangs oft keinen Abrieb. Das ist kein Mangel: Die glatte Gussoberfläche wird einmal leicht angeraut, danach nimmt der Bogen normal Harz auf.
Klang und Physik
Kolophonium (der Rückstand, der beim Destillieren von Terpentin aus Nadelholzharz zurückbleibt) erhöht auf dem Bogenhaar die Haftreibung (die Reibung zwischen zwei Flächen, die noch nicht gegeneinander gleiten). So nimmt der Bogen die Saite mit, bis ihre Rückstellkraft überwiegt; dann gleitet sie zurück und haftet von neuem.
Der Unterschied zwischen Haft- und Gleitreibung, zu dem das Kolophonium beiträgt, legt mit fest, zwischen welcher minimalen und maximalen Bogenkraft (dem Druck des Bogens auf die Saite) ein stehender Ton entsteht. In diesem Bereich reißt sich die Saite je Schwingung genau einmal los (Helmholtz-Bewegung), und der Ton enthält die vollständige Reihe der Harmonischen (der ganzzahligen Vielfachen des Grundtons).
Häufige Fragen
Warum braucht der Bogen Kolophonium?
Kolophonium erhöht die Haftreibung zwischen Bogenhaar und Saite. Der Bogen nimmt die Saite nur so lange mit, wie diese Haftreibung die Rückstellkraft der Saite übersteigt, und aus diesem Wechsel von Haften und Gleiten entsteht der gestrichene Ton.
Woher kommt der Name Kolophonium?
Von der Stadt Kolophon in Kleinasien. Kolophonium ist der Rückstand aus der Destillation von Terpentin aus Nadelholzharz.