Hill Peg Compound, Wirbelschmiermittel, HL-1788

Hill Peg Compound, Wirbelschmiermittel, HL-1788

HL-1788

Wirbelpaste von W. E. Hill & Sons, seit Jahrzehnten in Werkstätten in Gebrauch. Sie ist für schwergängige und quietschende Wirbel gedacht und lässt sie wieder gleichmäßig laufen.

  • Sehr ergiebig, eine kleine Menge genügt
  • W. E. Hill & Sons, London; die Zubehörlinie wird in England von der Hidersine Company gefertigt

Technische Daten

Anwendung Wirbelschaft
Herstellungsland England
Artikelnummer HL-1788

Merkmale

  • Für schwergängige und quietschende Wirbel

Aus der Praxis

  • Eine Wirbelpaste ersetzt keine Wirbelanpassung. Sie lässt einen gut sitzenden Wirbel geschmeidig laufen und die Stimmung halten.
  • Rutschende Wirbel haben meist eine Ursache in der Passform oder im Raumklima. Das gehört nachgepasst, nicht behandelt.
  • Sparsam auftragen: Überschuss sammelt sich mit der Zeit im Wirbelkasten.

Anwendung

  1. Wirbel einzeln herausnehmen und die Laufflächen reinigen.
  2. Paste sparsam auf die beiden Laufflächen des Wirbelschafts auftragen.
  3. Wirbel einsetzen und beim Hineindrücken langsam drehen, damit sich die Paste verteilt.
  4. Überschuss abwischen, dann neu besaiten.

Wirkung und Anwendung

Der Schaft eines Wirbels ist konisch und wird passgenau in die konische Bohrung des Wirbelkastens eingepasst. Bei unseren Wirbeln für Violine und Viola verjüngt sich der Schaft im Verhältnis 1:30, also um 1 mm Durchmesser auf 30 mm Länge; beim Cello beträgt der Konus 1:25. Wirbelseife soll zwei Dinge leisten: Der Wirbel dreht beim Stimmen gleichmäßig, ohne zu ruckeln, und danach hält er die Stimmung.

In trockener Luft schwindet der Ahorn der Schnecke, und Wirbel rutschen etwas durch; 1 bis 2 mm gelten als normal. Ebenholz reagiert auf trockene Luft weniger stark, und in feuchter Luft werden Wirbel schwergängig. Gewöhnliche Seife zieht Feuchtigkeit an und wird bei wechselnder Luftfeuchte unberechenbar.

Den Wirbel vorher mit einem trockenen Tuch reinigen und die Seife sehr sparsam nur dort auftragen, wo der Schaft die Wand des Wirbelkastens berührt. Neu eingepasste Wirbel müssen sich erst setzen, und die richtige Menge ist beim ersten Einpassen schwer abzuschätzen.

Unsere Erfahrung

Unsere Götz-Wirbelseife ZW-96 enthält Graphit und gibt dem Wirbel einen besonders stabilen Sitz; Geigenbauer greifen deshalb gern zu ihr. Die Lapella-Wirbelseife ZW-40 kommt ohne Graphit aus, ist weicher als ZW-96 und erleichtert das Stimmen; dafür hält sie den Wirbel etwas weniger fest, und wir empfehlen sie Musikerinnen und Musikern, die oft nachstimmen. Die Hill-Wirbelpaste HL-1788 führen wir als Nachfolgerin unserer früheren Wirbelseife ZW-97.

Wann ein anderes Modell besser passt

Wer einen Wirbel neu einpasst und vor allem einen stabilen Sitz sucht, ist mit unserer Graphit-Wirbelseife ZW-96 gut beraten; wer im Konzertalltag häufig stimmt, findet in der weicheren Lapella ZW-40 eine angenehme Partnerin.

Häufige Fragen

Warum dreht sich mein Wirbel nach dem Auftragen etwas schwerer?

So soll es sein: Der Wirbel läuft etwas fester, aber geschmeidiger und hält die Stimmung länger. Voraussetzung ist eine sparsame Menge nur an den Kontaktflächen.

Warum rutschen meine Wirbel im Winter?

In trockener Luft schwindet der Ahorn der Schnecke, und der Wirbel verliert etwas Halt; ein Nachrutschen um 1 bis 2 mm ist normal. Hält ein Wirbel dauerhaft nicht, gehört er zum Nachpassen in die Werkstatt, denn Wirbelseife ersetzt keine Wirbelanpassung.

Was unterscheidet ZW-40 von ZW-96?

ZW-96 enthält Graphit und hält den Wirbel besonders stabil. ZW-40 ist eine weichere Naturseife ohne Graphit, die das Stimmen erleichtert.


Normaler Preis€16,95
/
inkl. MwSt.

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