CONRAD GÖTZ Viola

CONRAD GÖTZ Viola #V93MT 14", CG-V93MT-14

CG-V93MT-14

Viola der Linie MENUETT von Conrad Götz, Qualitätsstufe 93 MT, in der Bauvariante HERITAGE, Größe 14 Zoll. MENUETT ist die Einstiegslinie des Hauses.

  • Rotbrauner Handlack, geschlossene Lackdecke, mattes Finish
  • Boden und Hals aus Ahorn bosnischen Ursprungs, Decke aus Fichte des europäischen Hochlands, mit zertifiziertem Holzursprung.
  • Im Lieferumfang: Saiten, Steg, Saitenhalter, Wirbel, Feinstimmer, Götz-Kinnhalter, Hängeetikett, Ursprungszertifikat und Mikrofasersack.

Technische Daten

Instrument Viola
Linie MENUETT
Qualitätsstufe 93 MT
Bauvariante HERITAGE
Größe 14 Zoll
Decke Fichte
Boden und Hals Ahorn
Garantie 6 Monate
Firmensitz Wernitzgrün bei Markneukirchen
Artikelnummer CG-V93MT-14

Merkmale

  • Linie MENUETT, Qualitätsstufe 93 MT
  • Bauvariante HERITAGE
  • Größe 14 Zoll
  • Kinnhalter Götz Ebenholz, Modell Kaufmann
  • Saitenhalter Wittner mit integrierten Feinstimmern
  • Götz Steg in deutscher Form
  • Bezug Thomastik Dominant
  • Traditionelles Design
  • Robuste Bauweise

Aus der Praxis

  • Die Modellzahl steht für Holzauswahl und Arbeitsaufwand am weißen, noch unlackierten Instrument: Graduierung der Decke, Ausarbeitung innen und außen, Auswahl des Tonholzes. Je höher die Zahl, desto mehr Zeit steckt im Holz und desto runder und differenzierter der Klang. 93 und 98 sind Schülerinstrumente, 108 und 110 Instrumente für fortgeschrittene Schüler und engagierte Amateure, ab 120 Instrumente für Profis; 136 und 140 gehen in Richtung Orchesterinstrument.
  • Die Buchstaben bezeichnen die Serie: Lack und Spielfertigmachen, also Wirbel, Endknopf, Stimme, Saiten, Kinnhalter und Einrichtung. Auf dem Foto sieht man keinen Unterschied zwischen einer 110 und einer 115, aber man sieht, ob es eine Metropol oder eine Cantonate ist.
  • Wir lackieren ausschließlich mit Spirituslack. Der Spiritus verdampft, Harze und Pigmente bleiben. Grundieren, Beizen, Farblack, Zwischenschliff und Versiegelung ergeben zusammen rund fünfzehn Arbeitsgänge; weil es Naturlacke sind, kann eine Schicht mehr oder weniger nötig sein, bis der Farbton stimmt.
  • Diese Serie trägt einen dünnen Lack. Nach unserer Erfahrung klingt ein Instrument mit dünnem Lack offener und heller.
  • Die Menuett ist unser Einsteigerinstrument.
  • SIGNATURE und HERITAGE sind zwei Bauvarianten derselben Linie. HERITAGE ist die traditionelle und robustere Ausführung, SIGNATURE die leichtere und modernisierte.
  • Richtwerte für die Saitenlage am Griffbrettende: Violine rund 3,5 mm unter der E-Saite und 5,0 mm unter der G-Saite, Viola 4,5 bis 5,5 und 5,0 bis 6,0 mm, Cello 5,0 bis 6,5 und 5,5 bis 7,5 mm.
  • In den ersten Wochen dehnen sich die Saiten und der Steg wandert beim Stimmen Richtung Griffbrett. Beides gehört kontrolliert; eine Nachjustage nach einigen Wochen ist normal.
  • Luftfeuchte 40 bis 50 Prozent bei rund 20 °C, bis 60 Prozent unproblematisch. Unter 40 Prozent drohen rutschende Wirbel, offene Leimfugen und Risse.
  • Nach jedem Spielen Kolophoniumstaub ohne Druck mit einem Mikrofasertuch abnehmen. Keine Politur, keine Tinktur, kein Alkohol auf den Lack.
  • Das Etui nach Kälte oder Hitze erst nach fünfzehn bis dreißig Minuten öffnen. Nie im Auto lassen, nie als Reisegepäck aufgeben.
  • Firmensitz ist Wernitzgrün bei Markneukirchen. Das Haus besteht seit 1884 und wird in vierter Generation als Familienbetrieb geführt.
  • Sechs Monate Garantie auf defekte Komponenten und Verarbeitungsfehler.

Klang und Physik

Die Luft im Korpus einer Viola schwingt durch die F-Löcher als Helmholtz-Resonator (A0) bei rund 220 Hz, oberhalb der leeren C-Saite mit rund 131 Hz.

Violen werden nach ihrer Korpuslänge in Zoll oder Zentimetern benannt; 15,5 Zoll entsprechen rund 39,4 cm. Nach den Maßtabellen des Geigenbaus wächst mit der Korpuslänge auch die Zarge, 36 mm bei 38 cm, 37 mm bei 39,5 cm und 38 mm bei 40,5 cm Korpus; über das Innenvolumen wirkt ihre Höhe auf die Lage der Luftresonanz. Der Stimmstock unter dem rechten Stegfuß verdoppelt praktisch die Zahl der Moden, die zum Klang beitragen.

Die Decke ist aus Fichte, Boden, Zargen und Hals sind aus Bergahorn. Bei 12 % Holzfeuchte bringt Fichte 380 bis 470 kg/m³ und einen Elastizitätsmodul längs der Faser von 9.700 bis 11.000 MPa mit, Bergahorn 560 bis 650 kg/m³ und 9.900 bis 13.000 MPa. Daraus ergibt sich längs der Faser eine Schallgeschwindigkeit von rund 4.800 m/s für Fichte und rund 4.100 m/s für Ahorn. Die Akustik sieht in der Fichte deshalb den Klangwandler mit hoher Abstrahlung, im dichteren Ahorn den Reflektor und Strukturträger.

Beide Hölzer sind stark richtungsabhängig: Fichte ist längs der Faser rund 13-mal biegesteifer als quer dazu, Ahorn rund 5-mal, deshalb erscheinen die Schwingungsmuster einer Decke entlang der Faser gestreckt. Quer zur Faser schwindet Fichte tangential mit 7,8 bis 8,2 % rund doppelt so stark wie radial mit 3,6 bis 3,9 %.

Wir lackieren mit klassischem Spirituslack, den wir selbst mit Pigmenten einfärben; Öllack verwenden wir nicht. Der Aufbau folgt festen Schritten: zwei Anstriche Grundlack, die den Farblack vom Holz fernhalten, dann Farblack in so vielen Lagen, bis der Ton stimmt, und vier bis sechs Anstriche Überzuglack.

Jede Lage trocknet je nach Lackart und Temperatur einen bis vierzehn Tage, gearbeitet wird bei gleichmäßig rund 20 °C. Nach dem vollständigen Trocknen wird mit Polieröl und Tripel (einem feinen Polierpulver) geschliffen und poliert. Auch unter den Stegfüßen ist das Instrument lackiert; dort wird der Lack für einen satten Sitz des Stegs nachbearbeitet.

Unsere Erfahrung

Unser gesamtes Tonholz, auch das unserer Einstiegsinstrumente, ist 15 Jahre und länger geschnitten und eingelagert, bevor wir es verarbeiten. Den Ahorn beziehen wir aus Bosnien, die Fichte im Wesentlichen aus den Alpen in Österreich und Süddeutschland.

Frisch lackierte Instrumente wirken vor dem Polieren matt; erst danach zeigt der Lack seine Tiefe.

Häufige Fragen

Bei welcher Frequenz liegt die Luftresonanz einer Viola?

Bei rund 220 Hz, oberhalb der leeren C-Saite mit rund 131 Hz.

Wie werden Violagrößen angegeben?

Als Korpuslänge in Zoll oder Zentimetern; 15,5 Zoll entsprechen rund 39,4 cm.

Warum ist die Decke aus Fichte und der Boden aus Ahorn?

Fichte verbindet geringe Dichte mit hoher Steifigkeit längs der Faser und strahlt Schall wirksam ab. Der dichtere Ahorn wirkt als Reflektor und trägt die Struktur.

Wie lange ist das Holz gelagert?

15 Jahre und länger, bevor wir es verarbeiten.

Welcher Lack wird verwendet?

Klassischer Spirituslack, von uns selbst pigmentiert.

Warum ist auch unter dem Steg Lack?

Wir lackieren das ganze Instrument und bearbeiten den Lack unter den Stegfüßen nach, damit der Steg satt aufsitzt.


Normaler Preis€1.280,00
/
inkl. MwSt.

Diese Website ist durch hCaptcha geschützt und es gelten die allgemeinen Geschäftsbedingungen und Datenschutzbestimmungen von hCaptcha.


Zuletzt Angesehen